Date mit Budapest - 4 Tage Citytrip

Die gelben Straßenbahnen hab ich gejagt wie sonst die Möwen... :)
Die gelben Straßenbahnen hab ich gejagt wie sonst die Möwen... :)

Hallo Budapest, du schönes Ding! Warum lerne ich dich erst jetzt kennen? Ja, ich bin leicht zu begeistern, insbesondere auf Reisen. Aber diese Stadt ist wirklich, wirklich toll. Und nein, ich möchte mich hier nicht zur politischen Situation oder Regierung äußern. Ich möchte mit meiner Herzensreisefreundin Luisa diese Stadt erkunden, in echt das sehen, was uns in einer Zeitschrift auf dem Flug nach Kasachstan im Juli so begeistert hat. 

Und euch zeigen, was mir und uns an Budapest so gut gefallen hat. Vier Tage, erstes Mal in dieser Stadt, also viel gesehen, aber Vieles auch nicht. Noch nicht. Auch Budapest hat es zurück auf die bucket ist geschafft. Habe die Stadt sehr lebendig, alt, neu, schön und unaufgeregt erlebt. Kommt ihr mit?

Also, erst mal haben wir relativ kurzfristig gebucht und für 100 Euro einen Hin- und Rückflug ab Köln gekriegt. Und auch die Unterkunft war eine Woche vorher, Mitte Oktober, kein Problem. Gibt viele Hostels und Air bnb. Kleines Apartement für vier Tage und drei Nächte für rund 100 Euro, geteilt durch zwei. Am Flughafen in Budapest haben wir uns direkt ein ÖPNV-Ticket für sieben Tage und rund 16 Euro gekauft. Und es gibt seit einiger Zeit einen direkten Bus vom Flughafen in die Stadt, Linie 100E, der kostet extra, umgerechnet ca. drei Euro. War's uns wert. Sonst geht auch mit dem Mehrtagesticket und Umsteigen zwischen Bus und Bahn. Das nur zu den ersten Facts.

Vorab: man kann in Budapest viel bis fast alles zu Fuß machen. Das mag ich auf Reisen am liebsten. Einfach schlendern und gucken. Unser Apartment in einem uralten Haus mit Steintreppen und Innenhof liegt im jüdischen Viertel, nahe der Synagoge. Und da gibt's direkt ums Eck schöne Cafés zum Frühstücken, Restaurants, Bars, wo ihr gut und günstig essen könnt. Alle haben ihren eigenen Charme und Stil, die meisten wirken ganz neu, mit Vintage Stil und in alten Gebäuden. Tolle Mischung. Dann ist da die berühmte und wirklich coole Ruinenbar Szimpla Kert -must see- und die Partygasse Gozsdu Udvar. Ich hab sehr gelacht, diese Partymeile ist super, wenn man's mal ein bisschen trubeliger mag. Eine Bar/Restaurant neben der nächsten, in der einen sitzt ein Typ mit Gitarre, in der nächsten laufen 80er, daneben Heavy Metal Karaoke. Großartig! :)) Und die Ruinenbars... sind wirklich besonders. Retro, Vintage, Gewölbe, alte Gemäuer, hip ohne Hipster attitude. Du gehst quasi in ein altes Haus, auf beiden Seiten des "Flurs" sind verschiedene Bars, es gibt einen offenen Innenhof, wieder mit Bars und teils Bierzeltgarnituren oder Stehtischen. Überall Musik, Beleuchtung, Menschen. Schwer zu beschreiben, deswegen: selber gucken. ;)

Meine Favoriten für einen Abend: Essen im Mazel Tov an der Akcfa Utca, arabisch-orientalisch-jüdische Küche, super lecker, tolles Ambiente in einer alten Fabrikhalle. Danach direkt daneben ins Fogas Haz - geniale Ruinenbar mit tollen einzelnen Bars, Konzertraum, Tanzflächen, einer Gewölbebar im Keller und sogar mit Dachterrasse. Hidden Rooftopterrace im Liebling. :) 

Auch unbedingt machen: Parlamentsführung und auf den Castle Hill. Das Parlament ist ein wirklich imposantes Bauwerk, auf der Pest-Seite direkt an der Donau. Die Tickets für eine 45-minütige Führung könnt ihr online buchen, zur Not drucken sie die auch vor Ort für euch aus. Die Führerin sagt schon zu Beginn: hier ist wirklich alles Gold, was glänzt, und führt uns ins goldene Treppenhaus. Irre!! Auch die offizielle Empfangshalle mit weiten Treppen und direkt daneben der Kuppelsaal, unfassbar schön. Im Kuppelsaal darf man nicht fotografieren, also nix für den Blog, aber für den Kopf und das Herz. :) Auch die Flure und der Regierungssaal. Bling bling überall.

Abends haben wir noch eine kleine Bootsfahrt auf der Donau gemacht. Bootstickets gelten für 48 Stunden, eigentlich war unser Plan, am nächsten Tag noch zur Margareteninsel zu fahren. Die liegt etwas weiter stromabwärts als das Parlament und ist quasi das Naherholungsgebiet für die Budapester Stadtmenschen. Mit Spazier- und Laufwegen (hier joggen gefühlt alle und immer, sind auch vielen Lauftreffs begegnet), Thermalbad (hatte zu), Hotel und ohne Autos. Zu unserem Abstecher dorthin kam es leider nicht mehr, weil Luisa und ich uns spontan verliebt hatten in den Castle Hill und noch mehr in die Fischerbastei und da einfach bleiben wollten, bis wir zum Flieger mussten. Im Grunde mag ich das ja auch, wenn Sachen übrig bleiben, die man gerne noch gesehen hätte.

Zum Castle Hill auf der Budaer Seite (Pest ist die Seite mit Innenstadt, Parlament, Shops, Bars, Restaurants und so) könnt ihr mit der Siklo-Standseilbahn hochfahren, man steht aber länger für die Ticktes an, als die Fahrt dauert und neben der Bahn gibt's auch Treppen. Also workout with a view. :)

Oben sind wir ein bisschen rumspaziert und dann entlang der Schlossmauern Richtung Fischerbastei und Matthiaskirche gelaufen. Und da hätte ich noch viiiel länger bleiben wollen! Wie ein eigener kleiner Stadtteil ist das, mit ein paar Restaurants und Cafés, großartigen Bauten und fantastischer Aussicht. Absolute Empfehlung, wenn ihr nach Budapest reist.  

Oh, ach ja. In der Great Market Hall bzw. Central Market waren wir auch noch. Auf ungarisch "Nagyvásárcsarnok", sagt wikipedia. Nur mal so als Beispiel, wie unaussprechlich die Sprache ist, wenn man sie so gar nicht kennt. Unten viel Essen, Gewürze und Backwaren, oben Klamotten, Taschen und so. Kein must, aber das Gebäude ist ganz cool. Und einmal durchlaufen, Essen auf die Hand und einen Kaffee und damit an die Donau kann man definitiv mal machen. :) Bis Budapest! <3  

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